Bleiverglasung – Grundlagen
Material, Technik und Geschichte der Bleiverglasung: Herstellung, Glastypen und typische Schadensbilder.
Artikel lesen →Restaurierung und Pflege historischer Glasfenster in Deutschland – von der Schadensdokumentation bis zur fachgerechten Instandsetzung.
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Drei Themenbereiche zu Bleiverglasung, Restaurierungsmethoden und sachgerechter Pflege von Ornamentglas.
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Artikel lesen →Ornamentglas – dazu gehören Kathedralglas, Antikglas, Strukturglas und Ätzglas – wurde in Deutschland vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre für Fenster in Kirchen, Rathäusern, Bahnhöfen und Wohnhäusern eingesetzt. Viele dieser Fenster sind als Teil historischer Bausubstanz schützenswert oder bereits in Denkmallisten eingetragen.
Bleiverglasung bezeichnet die Technik, bei der einzelne farbige oder strukturierte Glasscheiben durch Bleiruten (H-Profil, ca. 6–12 mm breit) zusammengehalten werden. Die Konstruktion ist seit dem Mittelalter nachgewiesen und in deutschen Kathedralen – etwa dem Kölner Dom oder dem Freiburger Münster – in außergewöhnlicher Dichte erhalten.
Ornamentglas bezeichnet strukturiertes oder gemustertes Klarglas mit optischen Effekten (z. B. Kathedralglas, Riffelglas, Wabenglas), das ohne Farbe auskommt. Buntglas ist durchgefärbtes oder bemaltes Glas, das vor allem in kirchlicher Glasmalerei eingesetzt wird.
Kleinere Schäden wie gesprungene Einzelscheiben oder gelockerte Bleiruten können erfahrene Heimwerker provisorisch sichern. Eine fachgerechte Restaurierung – insbesondere bei Denkmälern oder großen Fensterflächen – erfordert jedoch einen zertifizierten Glasermeister mit Spezialisierung auf historische Verglasung.
Ornamentglas wird mit weichen, fusselfreien Tüchern und lauwarmem Wasser gereinigt. Aggressive Reiniger, Scheuermittel und alkoholhaltige Mittel sind zu vermeiden, da sie Patina und Kittfugen angreifen können. Beidseitig zugängliche Fenster werden von innen und außen separat gereinigt.
Typische Lebensdauer von Bleiruten beträgt 80–120 Jahre. Anzeichen für notwendige Gesamterneuerung sind: großflächige Verformung des Bleigeflechts, brüchige Kittfugen auf mehr als 30 % der Fläche, oder Oxidation der Bleiruten bis auf den Kern. Eine Zustandserfassung durch einen Fachmann gibt Aufschluss.
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